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Hermann-Teddys

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Typische Teddys der Firma Bernhard Hermann

Die Firma Bernhard Herrmann wurde 1911 gegründet und begann früh mit der herstellung von Teddybären und anderen Plüschtieren, die unter dem Markenzeichen BEHA angeboten wurden. 1948 wurde eine Zweigstelle in Hirschhaid eröffnet, die Produktion in Sonneberg hielt zunächst noch an.

Zum Ende der 50er Jahre, die Fertigung läuft zu diesem Zeitpunkt schon länger ausschließlich in Hischhaid, wird die Marke in "Hermann-Teddy-Original" umbenannt. Als Markenzeichen ragen die Teddys - sofern es nicht verloren ging - ein rundes Papierschild, das an einem Faden hängt, auf der Brust bzw. dem Bauch. Erst in den 60er Jahren wird das Schild aus Kunststoff oder Metall gefertigt und ist damit stabiler.

Hier möchte ich die drei bekanntesten Typen der Hermannbären vorstellen. Alle drei stammen aus den 50er Jahren und sind so gut erhalten, dass man die wesentlichen Merkmale gut erkennen kann.

Der Teddy, der bis heute immer wieder als Prototyp der Hermann-Teddys gilt und der immer wieder zu Firmenjubiläen neu aufgelegt wird, ist der Teddy der Serie 61. Er besteht aus karamellfarbenem , kurzflorigem Mohairplüsch und hat eine Nase aus einem Mohair mit kürzerem Flor. Er hat - wie alle Hermannbären - drei gestickte Krallen. Seine Nase ist quer gestickt und ellipsenförmig. Er hat rötliche Glasaugen und eine kräftige Brummstimme (Kippmechanismus).

Ihm zum Verwechseln ähnlich - zumindest, was die Figur und Machart anbelangt, ist der Teddy der Serie 70. Er halt den gleichen Schnitt und die gleiche Ausrüstung, ebenfalls eine angesetzte Nase aus kurzflorigem Mohair, sein Pelz hat jedoch einen längeren Flor und ist rötlich-bräunlich gespitzt. Seine Innenohren sind ebenfalls aus kürzerem Mohair.

Der dritte typische Hermann-Bär der 50er Jahre ist im Schnitt dem Original-Bären von Steiff der selben Zeit sehr ähnlich. Es handelt sich um einen Teddy der Serie 62. Er wird ohne angesetzte Schnauze aus goldfarbenem/blondem Mohair gefertigt. Die Nase ist senkrecht gestickt und läuft zum Maulübergang spitz zu. Er hat aber - im Vergleich zum Steiffbären, nur drei Krallen. Sein Kopf ist etwas runder und die Ohren oft ziemlich weit hinten angesetzt. Mein Exemplar hat übernähte Pfotenbesätze - die Originalbesätze sind hellbraun, nicht hautfarben!

Die Firma Hermann hat sehr lange Zeit ganz ähnliche Bären gefertigt. Daher fällt es sehr schwer, sie altersmäßig einzuordnen. Ich möchte auf die winzigen Unterschiede beider Altersgruppen eingehen.

Zunächst wenden wir uns den Teddys der Serie 70 zu - die Unterschiede gelten uneingeschränkt auch für die Serie 61. Zur Erklärung: auf dem folgenden Foto seht Ihr drei Bären, zwei der Serie 70 mit gespitztem, längerem Fell (rechts und Mitte) und einen Teddy der Serie 61 mit karamellfarbenem kurzen Plüsch (und kaputtem Fuß ).

Der Hermannteddy aus den 30er Jahren besitzt etwas längere Arme, die schmaler und stärker gebogen sind. Seine Nase läuft spitzer zu als die der 50er-Jahre Teddys. Insgesamt wirkt er weniger wohlgenährt... ich zeige zunächst zwei Bilder des 30er-Jahre Typus und anschließend die beiden Generationen im Vergleich. Der größere Teddy stammt aus den 50er Jahren!

Jetzt vergleichen wir die Serie 61 hinsichtlich ihrer Altersunterschiede. Das ist allerdings ein bisschen schwieriger, weil die Größenunterschiede der beiden gezeigten Exemplare so groß sind. Mein Hermann-Teddy aus der 30er Jahren ist nur 24 cm groß, der Vertreter der 50er Jahre misst stattliche 70cm! Auf die körperlichen Unterschiede bin ich oben schon eingegangen. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal bei der Serie 61 ist das Innenohr. In der 30er Jahren war es auch bei der Serie 61 mit dem kurzflorigen Mohair der angesetzten Nase gefüllt, in den 50er Jahren war bei der Serie 61 das Innenohr identisch mit dem Außenohr und dem übrigen Pelz (mit Ausnahme der Nase). Darin unterscheiden sich also die Teddys der Serien 61 und 70.


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